psychologie

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 1. Kurs

LehrerInn: Herr Gimm

Datum: 09/2003

Klasse: 06.2

 

1. Aufgabe

Die Ärztin Dr. Stefanie Moosbach betritt aufgewühlt Ihren Laden. Seit sie aufwachte, hat sie ein Druckgefühl auf dem rechten Ohr, später ließ das Hörvermögen auf deisem ohr stark nach. Auf dem linken Ohr hört sie seit ihrer Kindheit schlecht. Dies ist die Folge häufiger Mittelohrentzündungen.

a) Was raten Sie der Kundin bezüglich ihres akuten Problems? Begründen Sie Ihren Rat!

b) Welche Form der Hörschädigung liegt bei ihr auf dem linken Ohr vor?

c) Welcher Kommunikationsweg wird bei dieser Hörschädigung normalerweise bevorzugt? Begründen Sie Ihre Aussage!

 

2. Aufgabe

Ein Kunde, Herr Frank Zappa, wird Ihnen von Ihrem Meister als "frühertaubt" vorgestellt.

a) In welcher Lebensphase ist die Hörschädigung des Kunden entstanden?

b) Ist es möglich, dass Herr Zappa Ihre Worte versteht? Erläutern Sie Ihre Aussage!

c) Ist es möglich, dass er sich lautsprachlich ausdrücken kann? Erläutern Sie Ihre Aussage!

 

 2. Kurs

LehrerInn: Herr Gimm

Datum: 01/2004

Klasse: 06.2

1. Aufgabe

Andrea und ihr Freund Frank haben sich gestritten. Dabei hatte der Abend so schön angefangen. Nur hatte Frank den ganzen Abend kein Wort zu Ihrem neuen Kleid gesagt, auch die neue Frisur war ihm an Andrea nicht aufgefallen. Nun macht Andrea ihm Vorwürfe. Frank überlegt, wie er sich herausreden kann. Da fällt ihm wieder ein, was er über Wahrnehmung gelernt hat.

a) Definieren Sie bitte mit einem Satz (!), was Wahrnehmung im Prinzip ist.

Wahrnehmung ist die Aufnahme von Umwelteinflüssen deren Weiterleitung und Verarbeitung.

b) Was wird unter de Begriff "Bezugsrahmen" verstanden?

Bezugsrahmen = eigene Sichtweise, geprägt von früheren Erfahrungen

- wenn ich neue Einflüsse aufnehme, wandel ich sie mir so um, dass sie in meinen eigenen Bezugsrahmen passen

- wenn ich früher negative Erfahrungen gemacht habe, wandel ich heute alles positive in negatives um und verstärke so mein negatives Selbstbild

c) Was hat der Bezugsrahmen mit seiner lückenhaften Wahrnehmung zu tun?

Für ihn ist es vielleicht nicht so wichtig, wie die Freundin aussieht und er findet den Charakter wichtiger, deshalb hatte sich für ihn in seinem Bezugsrahmen nicht viel geändert.

d) Welche weiteren Einflussgrößen auf die menschliche Wahrnehmung gibt es? Nennen Sie mindestens vier Faktoren.

- soziales Umfeld / Erziehung

- Gene

- Umwelteinflüsse

- Sinnesverfügbarkeit (wenn ich z.B. nichts mehr höre, bin ich in meiner Wahrnehmung eingeschränkt)

 

2. Aufgabe

Nennen Sie 6 von 7 Funktionen des Hörens und die PRIMÄREN Auswirkungen, wenn diese Funktione durch die Hörschädigung nicht mehr gegeben ist (die sekundären Auswirkungen von Hörschädigungen sind nicht gefragt!).

- Informationsfunktion

Der Schwerhörige kann am Bf z.B. die Lautsprecherdurchsagen nicht mehr hören und ist so auf andere Hilfsmittel (z.B. eine Anzeigetafel) angewiesen.

- Warnungs- und Alamierungsfunktion

Der Schwerhörige nimmt akustische Starkreize (z.B. Hupen) nicht mehr wahr und ist so stark gefährdet.

- Aktivierungsfunktion

Der Schwerhörige muss sich mehr aufs Hören an sich konzentrieren (z.B. sehr stark kombinieren) und ermüdet so schneller als ein Normalhörender.

- Orientierungsfunktion

Richtungshören: Der Schwerhörige hört nicht aus welcher Richtung das Geräusch kommt (z.B. ob ein Auto von rechts oder links kommt).

Entfernungshören: Der Schwerhörige hört nicht aus welcher Entfernung das Geräusch kommt (Auto von hinten oder vorne).

- Kommunikationsfunktion

verstehen: muss z.B. vom Mund ablesen

verstanden werden: spricht evtl. undeutlich

- soziale Funktion

Wird ausgegrenzt, da bestimmte Situationen nicht voll wahrgenommen werden können (z.B. Gespräch in der Disco, etc.).

- emotionale Funktion

Hört nicht, dass was in der Stimme "mitschwingt" (z.B. Ironie, Freude, etc.) und kann so vieles falsch verstehen.

 

    3. Kurs

LehrerInn: Herr Gimm

Datum: 08/2004

Klasse: 06.2

 

1. Aufgabe

Welche Form der Hörschädigung liegt vor? Nennen Sie lediglich den jeweiligen Fachbegriff. Achten Sie darauf, dass auch eine zeitliche Einordnung der Entstehung des Hörschadens möglich ist.

a) Stefanie hat im Alter von einem jahr nach einer schweren Erkrankung ihr Gehör fast vollständig verloren. Nur extrem laute Geräusche kann Sie noch wahrnehmen. Sie verständigt sich deshalb mit Hilfe der Gebärdensprache.

Gehörlos (vor dem primären Spracherwerb)

b) Herr Stein ist ein alter Kunde von Ihnen. Er trägt seit seinem zwanzigsten Lebenjahr ein Hörgerät, um einen leichtgradigen Hörverlust auszugleichen, der durch eine Mittelohrentzündung entstanden war.

Spät - Schwerhörigkeit (nach vollendetem Spracherwerb)

c) Karin hatte im Alter von 7 Jahren einen schweren Verkehrsunfall und verlor dabei ihr Hörvermögen vollständig.

Früh - Ertaubung (nach dem Spracherwerb)

d) Axel war zwei Jahre alt, als festgestellt wurde, dass er auf Ansprache nur reagiert, wenn man ihm direkt ins Ohr spricht. Später wurde ein mittelgradiger Hörverlust bei ihm festgestellt.

Früh - Schwerhörigkeit

 

2. Aufgabe

a) Nennen Sie drei Faktoren, die den ersten Eindruck von einer Person prägen.

- Auftreten der Person (selbstbewusst, schüchtern, ...)

- Kleidung und äußeres Erscheinungsbild (gepflegt, schlonzig, ...)

- Stimme und Ansprache der Person (freundlich, genervt, ...)

b) Weshalb hilft unser "Bezugsrahmen", neu kennen gelernte Menschen einzuschätzen?

Der Bezugsrahmen ist unsere eigenen Sichtweise der Welt und ist sehr eng und eingeprägt, da neue Infos ins alte Schema "gepresst" werden oder direkt ausgeblendet werden. Wenn wir also eine neue Person kennenlernen, vergleichen wir sie mit den uns bekannten Personen und den damit evtl. zusammenhängenden Vorurteilen (z.B. blond = blöd).

c) Welchen Gewinn haben wir Menschen durch eine Einschätzung des Gegenübers nach dem ersten Eindruck?

Wir können die Menschen, bevor wir sie überhaupt richtig kennengelernt haben schon ansatzweise einschätzen (ob die Einschätzung richig oder falsch ist sei dahin gestellt).

d) Welche negativen Folgen kann das haben und was können Sie dagegen tun?

Wir ordnen die Menschen direkt in eine bestimmte Gruppe ein und haben Vorurteile. Dagegen tun kann man eigentlich nur, wenn man jemanden "neuen" Kontakt offen gegenüber stehen und jeden als einzelnes Individuum betrachten. mit seinen eigenen Eigenschaften, Gedanken, Eigenheiten und Lebensarten, unabhängig vom Aussehen und Verhalten.

 

3. Aufgabe

Ein Beispiel für eine seelische Erschütterung wäre die Erkenntnis "Ich bin schwerhörig". Als Modell für die psychische Verarbeitung haben Sie die "konfliktbewältigungsspirale" kennen gelernt.

a) Nennen und erläutern Sie die 8 Phasen der Bewältigung von Konflikten, von denen dieses Modell ausgeht.

 

fremdgesteuerte Dimension => Ungewissheit, Gewissheit

- man bekommt von außen mit, dass etwas nicht stimmt

 

ungesteuerte Dimension => Agression, Verhandlung, Depression

- man hängt völlig in der Luft und weiß nicht so recht was man unternehmen soll, damit der Zustand nicht von Dauer ist

 

selbstgesteuerte Dimension => Annahme, Aktivität, Solidarität

- man akzeptiert es und packt die Sache an, damit es einem selbst und später auch anderen besser geht und sie mit der Sache leichter umgehen können

 

Ungewissheit: (bin ich nun wirklich schwerhörig oder reden alle zu leise?)

Gewissheit: (Ich bin schwerhörig - es können nicht plötzlich alle zu leise reden!)

Agression: (Warum muss das denn jetzt sein, sowas bescheuertes, jetzt bin ich ein behinderter Krüppel (stark übertrieben!!))

Verhandlung: (wenn ich schwerhörig bin, dann müsste eigentlich auch mein Nachbar schwerhörig sein! Das wäre ja sonst ungerecht!)

Depression: (ich werde nie mehr an die Öffentlichkeit gehen, sonst merken ja alle, dass ich schwerhörig bin und ich gehöre nicht mehr dazu.)

Annahme: (OK, ich bin schwerhörig - nun ist es halt so und ich muss damit leben.)

Aktivität: (Ich mache jetzt was dagegen - ich gehe zum Hörgeräteakustiker und lasse mir ein HG anpassen, damit ich wieder annähernd nornaml höre und dazu gehöre.)

Solidarität: (Ich gehe auf die Straße, suche Verbündete und wir setzten uns zusammen ein, dass uns mehr geholfen werden kann!)

 

4. Aufgabe

Die Transaktionsanalyse nach Eric Berne unterscheidet 4 "Grundpositionen" (OK-Position), die ein Mensch im kontakt mit anderen menschen einnehmen kann. Ein anderer Begriff aus der TA ist der "Bezugsrahmen".

a) Erläutern Sie, was der Bezugsrahmen eines Menschen mit seiner vorzugsweise eingenommenen Grundposition zu tun hat.

Der Bezugsrahmen ist pro Grundhaltung völlig unterschiedlich und jeder schätzt neue Erfahrungen komplett anders ein.

depressive Grundhaltung:

(ich bin OK - du bist nicht OK)

Findet alles neue nicht gut, nimmt keine Hilfe an und reagiert aggresiv.

 

verzweifelte Grundhaltung:

(ich bin nicht OK - du bist OK)

Sieht sich als Verlierer und macht sich selbst auch immer zum Verlierer und andere zu Gewinnern. geht Neuem aus dem Weg.

 

arrogante Grundhaltung:

(ich bin OK - du bist nicht OK)

Sieht sich als den besten und als unübertreffbar. Maipuliert andere und mischt sich immer ein.

 

partnerschaftliche Grundhaltung:

(ich bin OK - du bist OK)

Sieht sich mit dem anderen auf einer Stufe stehend und geht offen auf Neues zu.

 

b) Welche Auswirkungen hat die Grundposition, die ein Mensch in seinem Leben einnimmt, auf die Bewältigung eines Konfliktes (also den Ablauf der Konfliktbewältigunsspirale)?

depressiv => nimmt im Problemfall keine Hilfe an und reagiert agressiv

verzweifelt => geht Problemen aus dem Weg und hofft, dass andere sie für ihn lösen

arrogant => mischt sich in Probleme anderer ein und maipuliert sie

partnerschaftlich => packt Probleme an und setzt sich auch solidarisch für andere ein



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